Nachrichten

Omikron-Variante mit längerer Überlebenszeit auf der Haut | Medizin

In öffentlichen Gebäuden und Supermärkten sieht man sie immer weniger, die Desinfektionsständer, um der Reinigung der Hände zwischendurch nachzuhelfen. Wie wichtig nach wie vor eine gute Hygiene im Sinne der Corona-Pandemie ist, zeigt das Ergebnis einer japanischen Studie zur Überlebenszeit der einzelnen Coronavirus-Varianten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das aktuell dominante Omikron-Virus im Vergleich zu den vergangenen, ursprünglichen Varianten eine mehr als doppelt so hohe Überlebenszeit auf der Haut hat als ihre Vorgänger-Varianten. Auch auf Kunststoffoberflächen überleben die Omikron-Viren länger. Dies zeigten zahlreiche Labortests von Haut und Kunststoffoberflächen.

Demnach kann der Omikron-Stamm auf der Haut bis zu 21 Stunden infektiös bleiben, während der ursprüngliche Stamm aus Wuhan dies nur maximal 8,6 Stunden konnte. Auf Kunststoffoberflächen schafft es die heutige Omikron-Variante, bis zu acht Tage zu überleben. Die altbekannten Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Varianten überlebten jedoch maximal vier Tage. Aufgrund ihrer hohen Beständigkeit in der Umwelt ist es vermutlich auch zu erklären, wie es zu der schnellen Verbreitung dieser Variante und der Verdrängung der anfänglichen Varianten gekommen ist, so die Studienverantwortlichen.

Da bekannt ist, dass die Viren durch alkoholhaltige Desinfektionsmittel abgetötet werden können – die wünschenswerte Wirkung tritt spätestens nach 15 Sekunden ein – ist es wichtiger denn je, auf eine gute Hygiene der Hände zu achten und weiterhin situationsbedingt möglichst häufig Desinfektionsmittel anzubieten und zu verwenden.

Hirose, R. et al.
Differences in environmental stability among SARS-CoV-2 variants of concern: Omicron has higher stability
BioRxiv 1/2022