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Betriebsmedizin

Dr. med. Wolfgang Kerling
Betriebsarzt & Internist

Betriebsmedizinisches
Institut Kevit

Wallensteinstr. 26
90439 Nürnberg

Telefon: 0911 616 0384
Telefax: 0911 6160374
E-Mail: drkerling@t-online.de

 

Atopische Dermatitis beim Kind belastet auch die Eltern

Eine Neurodermitis-Erkrankung beziehungsweise eine atopische Dermatitis (AD) betrifft nicht nur die erkrankten Kinder. Auch Eltern leiden häufig unter Schlafmangel, emotionaler Belastung, sozialer Isolation und Erschöpfung. Dennoch wird ihre psychische Situation bislang wenig untersucht. Ein Forschungsteam analysierte Daten der britischen Langzeitstudie ALSPAC mit 12.124 Müttern. Erfasst wurden depressive Symptome der Mütter von der Schwangerschaft bis zum 22. Lebensjahr des Kindes sowie das Auftreten einer AD zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem 18. Lebensjahr. 

Im Ergebnis zeigte sich, dass Mütter von Kindern mit aktiver AD im Durchschnitt häufiger depressive Symptome zeigten als Mütter gesunder Kinder, auch nach Berücksichtigung möglicher Einflussfaktoren wie Alter, sozioökonomischem Status oder einer eigenen Depression. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Müttern von drei- bis siebenjährigen Kindern sowie in sozial benachteiligten Familien. Bei schwer ausgeprägter AD stieg das Risiko für klinisch relevante depressive Symptome der Mutter um bis zu 45 %.

Eine ergänzende Metaanalyse bestätigte zwar keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Schweregrad und Depressionsrisiko, zeigte aber ebenfalls ein insgesamt erhöhtes Depressionsrisiko bei Eltern betroffener Kinder, insbesondere bei Müttern. Die Studienverantwortlichen betonen, dass zukünftig bei der Behandlung von Kindern mit atopischer Dermatitis auch die psychische Belastung der Eltern frühzeitig zu erfassen sei, um bei Bedarf gezielt unterstützen zu können.

Kang, H.E et al.
Examining the impact of child atopic dermatitis on maternal depression: A longitudinal cohort study
J Am Acad Dermatol 2/2026

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